Hier findest du berühmte und weniger bekannte schöngeistige Literatur aus dem hohen Norden. Die Krimis haben wir auf eine eigene Seite ausgegliedert.
Band 1 des Nummer-1-Bestsellers aus Norwegen.Drei Generationen, drei Männer, ein dunkles Geheimnis.
Trondheim in Norwegen: Als die Bäuerin Anna nach einem Schlaganfall im Sterben liegt, kommt die Familie nach Jahrzehnten erstmals wieder zusammen. Tor, der älteste Sohn, der den Hof übernommen hat und eine Schweinezucht betreibt, verständigt nicht nur seine beiden Brüder – Margido, der vor Jahren den Kontakt zum Elternhaus abgebrochen und sich als Bestattungsunternehmer selbstständig gemacht hat, und Erlend, der mit seinem Lebensgefährten als Schaufensterdekorateur in Kopenhagen lebt –, sondern auch seine Tochter Torunn, die er nur ein einziges Mal gesehen und vor seiner Familie verheimlicht hat. Nun, am Sterbebett der Mutter, hält ausgerechnet der unscheinbare Vater eine riesige Überraschung bereit, die das bisherige Leben in Frage stellt … Ausgezeichnet mit dem norwegischen Buchhandelspreis.
Die Familiensaga geht in eine zweite Runde. Drei ungleiche Brüder, ein maroder Bauernhof – und die Frage, wie man mit einem Familiengeheimnis lebt, das jeder kennt, aber niemand auszusprechen wagt …
Die furiose Familiensaga geht weiter: Nach dem Tod der Mutter werden auf Hof Byneset die Karten neu gemischt. Die Brüder Margido und Erlend meiden den heruntergekommenen Familienhof nahe Trondheim. Beide führen auf ihre Weise ein erfülltes Leben. Während Margido, ein Bestattungsunternehmer, seinen Beruf mit fast religiöser Hingabe zelebriert, genießt der schwule Schaufensterdekorateur Erlend das Leben in vollen Zügen. Die beiden ahnen nicht, dass sich auf dem maroden Hof, auf dem sie gemeinsam mit ihrem Bruder, dem Schweinezüchter Tor, eine triste Kindheit verbracht haben, eine Tragödie anbahnt. Seit dem Tod der Mutter und dem schockierenden Geständnis des Vaters, dass er nicht ihr leiblicher Vater, sondern selbst ein Halbbruder seiner Söhne ist, bewirtschaften Tor und der seit jeher verhasste und immer schrulliger werdende Vater den Hof alleine. Tors Tochter Torunn versucht in dem konfliktgeladenen Verhältnis zu vermitteln, doch die Männer gehen sich so gut es geht aus dem Weg. Als Tor seine Tochter eines Abends zur Entscheidung zwingen will, den Hof zu übernehmen, eskaliert die Situation …
Große Frauenliteratur – eine bewegende Familiensaga von der norwegischen Bestsellerautorin Anne B. Ragde.
Als die alte Amalie Thygesen stirbt, jubeln viele in der Familie. Nur eine trauert ehrlich und ist entsetzt über die hasserfüllten Reaktionen, die selbst die Trauerfeier überschatten: Therese, die Enkelin. Sie erinnert sich an eine exzentrische, noch immer gut aussehende Frau, die mit allen Männern flirtete und ihr all die Märchen erzählte, die von der nüchternen Mutter als Unfug abgetan wurden. Aber kennt Therese wirklich die ganze Geschichte? Eine ungewöhnliche Spurensuche in die Vergangenheit beginnt.
»Du hast keine Kunden, du hast einen Fanclub«, sagt Åge Rudi über die Tankstelle seines Freundes Erik Fyksen. Klar, es gibt weder ein Bistro noch eine gigantische Waschanlage wie bei der Konkurrenz, und das Sechziger-Jahre-Design, in dem Eriks Freundin die alte Tankstelle stilecht renoviert hat, bevor sie ihn verließ, ist auch nicht jedermanns Sache. Dafür weiß Erik alles über die Autos, die er liebevoll repariert, und kann für das ungewöhnlichste Modell Ersatzteile besorgen. Nur dumm, daß die Landstraße begradigt werden soll und bald nicht mehr an seiner Tankstelle vorbeiführen wird. Erik will sich nicht kampflos ergeben, doch seine Pläne werden von seinem alten Rivalen Harald durchkreuzt. Der hatte ihm schon damals seine erste große Liebe ausgespannt, die schweigsame Tora mit den blauschwarzen Haaren, die Erik einfach nicht vergessen kann.
»So lange es Magermilch gibt, gibt es Hoffnung.«
Andreas Doppler mag die Menschen nicht, das wird ihm nach einem Sturz vom Fahrrad plötzlich klar. Er zieht in den Wald, um endlich so einsam sein zu können, wie er es möchte. Sein bester Freund wird ein Elchkalb, doch ab und zu muss Doppler in die Stadt, um Magermilch zu besorgen, nach der er süchtig ist. Seine Besuche sind nicht folgenlos, denn schon bald finden weitere Menschen Gefallen an Dopplers Lebensweise … Andreas Doppler, 40 Jahre alt, Familienvater und erfolgreicher Geschäftsmann, kommt nach einem Sturz vom Fahrrad zu der Erkenntnis, dass er sein wohl geordnetes, tüchtiges Leben satt hat, und so zieht er in den Wald. Als der Winter kommt, erlegt er eine Elchkuh und nimmt ihr nun verwaistes Kalb auf, das schon bald sein bester Freund wird. Seine Familie – er hat bereits zwei Kinder und ein drittes ist unterwegs - akzeptiert zunächst Dopplers Rückzug, doch stellt seine Frau eine Bedingung: Wenn das Kind geboren wird, ist mit dem Waldleben Schluss. Nach und nach suchen immer mehr Menschen im Wald eine neue Erfüllung und stören Dopplers Einsiedlertum, und als der Geburtstermin naht, muss er sich entscheiden … Ein schräger, temporeicher und witziger Roman über einen Mann in der Midlife Crisis und seinen Kampf gegen die Tugend der Tüchtigkeit.
Norwegen im Sommer 1948: Der fünfzehnjährige Trond verbringt die Ferien in einer Hütte nahe der schwedischen Grenze. Als in der Nachbarsfamilie ein schreckliches Unglück geschieht, entdeckt der Junge das wohlgehütete Lebensgeheimnis seines Vaters. In den Kriegsjahren hatte dieser zusammen mit der Nachbarin politisch Verfolgte über den Fluss gebracht. Und sich dabei für immer in diese Frau verliebt. Noch ahnt Trond nicht, dass er seinen Vater nach diesem gemeinsamen Sommer nie wiedersehen wird.
Die Titanic war das größte und modernste Passagierschiff ihrer Zeit, und ihre Jungfernfahrt in den Untergang hat die Schriftsteller unseres Jahrhunderts immer wieder beschäftigt. So sehr, daß ihr Name zur Metapher für die apokalyptischen Visionen und Untergangsstimmungen des 20.Jahrhunderts wurde. Die Geschichte beginnt am 10. April 1912. An diesem Tag gehen im englischen Southhampton sieben Musiker an Bord des Luxusliners, der auf seiner fünftägigen Jungfernfahrt mehr als zweitausend Menschen nach New York bringen soll. Die Musiker, eine bunt zusammengewürfelte Truppe aus aller Herren Länder, sind für die musikalische Unterhaltung während der Seereise zuständig. In den fünf Tagen, die ihnen noch an Bord verbleiben, lernt man ihre höchst unterschiedlichen Lebensgeschichten kennen – Biografien voller Hoffnungen und Niederlagen, voller Leidenschaften und Verzweiflung.
Oslo in der wilden Zeit der Sechziger: Vier Jungen wachsen heran im Zeichen der Beatles. Sie nennen sich Paul und John, Ringo und George. Die neuen Scheiben bestimmen ihr Leben. Die vier überstehen den Erziehungsamoklauf ihrer besorgten Eltern und treiben Herrenfriseure in den Ruin. Sie erfahren den bittersüßen Geschmack der ersten Liebe und nehmen teil am weltweiten Aufbruch der Jugend. Yesterday ist die Geschichte einer Generation zwischen Aufbruch und Abschied, ein faszinierendes Epos von Freundschaft und Trennung, Suche und Liebe.
Am letzten, am allerletzten Tag des Krieges, eigentlich ist es schon der erste Tag des Friedens, an diesem 8. Mai 1945 wird die junge Vera von einem Unbekannten vergewaltigt. Vera verstummt, spricht kein einziges Wort mehr, bis sie neun Monate später einen Sohn auf die Welt bringt. Sie nennt ihn Fred – Frieden.
Fred, an dessen Zeugung Vera sich nur schmerzhaft erinnert, hat es nicht leicht, schon gar nicht in der familiären Konstellation, in die er hineingeboren wird. Die Wohnung in der Osloer Gørbitzgate war bislang nur von Frauen bewohnt worden: Vera lebt dort mit ihrer zupackenden Mutter Boletta, die sich abrackert, um die Familie durchzubringen, und mit der etwas verrückten Großmutter, der Alten, die – angeblich – zur Stummfilmzeit ein Leinwandstar in Dänemark war. Ein Haushalt ganz ohne Männer: Größer kann die Schande kaum sein in dieser Zeit, die Nachbarn kucken verächtlich oder gleich weg, drei Generationen Huren, heißt es, was für Zustände! Und nun Fred, erneut ein vaterloses Kind – wie gottlos, was für ein Sündenpfuhl, das war ja kaum anders zu erwarten, hab ich's dir nicht gleich gesagt?
Die Dinge ändern sich, als plötzlich ein dubioser Mann auftaucht, Arnold, kleinwüchsig und mit einer verkrüppelten Hand, aber reich, so wie es aussieht, mit einem chromglänzenden Buick fährt er vor. Arnold interessiert sich sehr für Vera – wie kann er, tuscheln die Nachbarn, was findet er an ihr, einer unverheirateten Mutter, da stimmt was nicht! – und bald zieht er in der Gørbitzgate ein. Arnold und Vera heiraten, und nicht allzu lange Zeit darauf bekommt Vera ein zweites Kind, wieder einen Sohn: Barnum, ja genau, wie der berühmte Zirkus, so soll er heißen, der stolze Vater will es nicht anders, denn der Zirkus hat in Arnolds Vergangenheit eine ganz besondere Rolle gespielt.
Das von vielen heftigen und sich oft widersprechenden Gefühlen geprägte Verhältnis der beiden Halbbrüder bestimmt fortan die Familie – bis in die Gegenwart hinein. Erzählt wird die Geschichte rückblickend von Barnum, der als Erwachsener im ausgehenden 20. Jahrhundert zu einem international gefeierten Drehbuchschreiber wird, sich in der großen Glitzerwelt von Hollywood, Venedig und Cannes herumtreibt und doch nicht loskommt von seiner Familie und seinem Bruder Fred. Der Halbbruder ist eine opulente, ausufernde und fein verästelte Familiensaga, voller Witz, Wehmut und Wahrheit – ein großartiger, ungeheuer vielschichtiger und tiefgründiger Roman, der dabei seine Leichtigkeit und Verspieltheit nie verliert.
Alle vier Elling-Romane in einem Band (natürlich auch einzeln erhältlich).
Band 1: Elling, zweiunddreißigjähriger Frührentner und heimlicher Verehrer der norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Bruntland, wird Opfer seiner Phantasien und Spekulationen. Die allabendlichen perfiden Blicke durchs Fernglas in die erleuchteten Fenster des Nachbarblocks treiben die Geschichte zum beklemmenden Finale. Hitchcock läßt grüßen!
Band 2: Elling lebt jetzt in einem Heim für psychisch gestörte, und nach anfänglicher Irritation findet er die "kleine Pause" nur natürlich. Schließlich hat er eine Krise hinter sich und etwas Erholung verdient. Zögernd schließt er Bekanntschaft mit der neuen Umgebung und seine überbordende und oft schrille Phantasie bleibt ungebrochen.
Band 3: Elling, ein liebenswerter Kerl mit einer kleinen, aber wundervollen Macke, zieht mit Kjell Bjarne in eine eigene Dreizimmer-Wohnung. Zaghaft wagen sie die ersten Schritte in die Selbständigkeit, nachdem sie die Psychiatrie verlassen haben. Zu ihrem Leben gehört auch Frank, der zuständige Sozialarbeiter, den Elling nicht ausstehen kann, weil er so ein "Gemeindeschnüffler" ist. Dramatik kommt ins Geschehen, als sie eines Tages auf der Treppe ihres Hauses Reidun Nordsletten kennen lernen, in die sich Kjell auf der Stelle verliebt. Sie werden eine richtige kleine Familie …
Band 4: Elling ist eifersüchtig. Sein Freund Kjell Bjarne ist ausgezogen und macht ganz auf Familienvater. Dann lernt Elling Elise Kornvoll kennen. Die heißt aber gar nicht Elise, sondern Lone, arbeitet in einer Würstchenbude und interessiert sich für UFOs. Doch vielleicht ist ja eine verdrängte UFO-Begegnung die Ursache für Ellings Probleme? Ob ihm Lone helfen kann? Bei seinem ersten Rendezvous muss Elling erst mal feststellen, dass auch die Sache mit der Liebe nicht so einfach ist. Mit viel Situations- und Tragikomik erzählt Ambjørnsen von den Untiefen des Lebens.
Jonas Wergeland kommt von einer Reise zurück und findet seine Frau ermordet vor. Im ersten Schock des Nichtwahrhabenwollens zieht sein Leben an ihm vorüber, mit all den für ihn entscheidenden Ereignissen. Kindheit und Jugend in einer typisch norwegischen Familie, Studium, wilde Abenteuerreisen, erotische Erfahrungen, seine Ehe, die Karriere beim Fernsehen. »Groß denken« heißt nach einem Ibsen-Zitat seine Serie über große Norweger. Dort und für sich stellt er immer wieder die Frage, wie das Leben denn zusammenhänge. Ein mit raffinierter Spannungstechnik verknüpfter Roman.
Die Tragikomödie eines Mannes, der mit Geschichten handelt und nicht ahnt, daß sie gefährlicher werden können als das Leben.
Das Geschäft floriert: Klassenaufsätze gegen Süßigkeiten, später gegen weibliche Zuneigung. Ihm fliegt zu, was vielen Schriftstellern ständig ausgeht: Geschichten. Der Gedanke, selbst Schriftsteller zu werden, erscheint ihm absurd. Es drängt ihn einfach nichts ins Licht der Öffentlichkeit. Und so entscheidet er sich für eine Karriere hinter den Kulissen des Literaturbetriebs. Er wird Geschichtenverkäufer. Die Geschäftsidee ist neu, der Erfolg überwältigend. Seine Kundenkartei reicht vom Gelegenheitsdichter bis zum internationalen Großschriftsteller, doch jeder glaubt, der einzige Kunde des Geschichtenverkäufers zu sein. Eines Tages aber tauchen Gerüchte auf. Von der »Spinne« ist die Rede, einem geheimnisvollen Manipulator ganzer Autorenbiographien. Urplötzlich findet sich der Ideenlieferant in eine Geschichte verstrickt, die von ihm stammen könnte. Doch diesmal ist sie bitterböse Wirklichkeit. Und das Ende liegt keineswegs auf der Hand.
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15.04.2012:
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Landschaftsidylle auf den Lofoten
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