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Strahlender Sonnenschein. Endlich wollen wir mal wieder ausgiebig durch Trondheim spazieren und ein paar Fotos machen. Unsere Trondheim-Galerie ist trotz unserer häufigen Besuche in der drittgrößten Stadt Norwegens noch recht leer, und das soll sich nun ändern.
Solsiden
Alte Speicher
Trondheimimpression
Ausgebaute alte Speicher
Olav-Tryggvason-Statue
Gamle Bybrua
Wir lassen Annika bei den Kindern in Vikhammer (die verstehen sich trotz Ermangelung einer gemeinsamen Sprache wie immer prächtig) und machen uns auf den kurzen Weg in die Innenstadt von Trondheim. Wir parken in der Nähe des neuen Solsiden-Bezirks, an den wir zwar keine besonders gute Erinnerung haben (vgl. 16.07.), der aber zentral gelegen ist, ein schönes, großes Parkhaus hat und natürlich eine neue Attraktion Trondheims an sich darstellt, die wir uns noch einmal genauer ansehen wollen.
Solsiden besteht in erster Linie aus vielen Restaurants und Kneipen der unterschiedlichsten Kategorien, die in alten Fabrikgebäuden und Werkstätten der Werft, die hier mal stand, untergebracht sind. Es gibt noch allerlei maritime Accessoires, wie z.B. alte Kräne, die an die Vergangenheit des Geländes erinnern. In unmittelbarer Nähe der Gastronomie ist ein Einkaufszentrum errichtet worden. Wie es aussieht, wird das neue Angebot gut angenommen.
Trønderbær
Gamle Bybrua
Wir gehen weiter und überqueren den Nidelva über die Bakke bru. Auf der anderen Seite folgen wir der Kjøpmannsgata in Richtung Süden, vorbei an den berühmten alten Speichern. Dann biegen wir nach rechts in die Kongensgata zur Kreuzung mit der Statue Olav-Tryggvasons. Dann geht’s am Markt mit seinen vielen Erdbeerständen (hier ist jetzt Saison) vorbei weiter in Richtung Süden.
Nach kurzer Zeit kommen wir zum Nidarosdom, dem größten Sakralbau Nordeuropas, Krönungsstätte der Könige Norwegens. Die riesige Front ist mit 18 mm Brennweite (entspricht 27 mm bei Kleinbildkameras) nicht komplett auf den CCD zu bannen, und in mir beginnt der Wunsch nach einem Weitwinkelzoom zu keimen.
Nidarosdom: Fassade
Nidarosdom: Front
Nidarosdom
»Der letzte Wikinger« nahe Ravnkloa
Sonnenunter-
gang über dem Trondheims-
fjorden
Ein weiteres Wahrzeichen Trondheims ist unser nächstes Ziel. Nicht weit vom Nidarosdom liegt die Gamle Bybrua, die alte Stadtbrücke. Die jetzige Brücke stammt von 1860/61 und ersetzt die erste Brücke, die seit 1685 bei Elgeseter stand.
Auf der anderen Seite des Nidelva folgen wir der Nygata. Hier findet sich neben historischen Speichern auch eine alte Häuserzeile mit Cafés, Antiquitätengeschäften und modernen Designläden. Die draußen stehenden Tische der Cafés sind angesichts des brillianten Wetters voll besetzt, wie es aussieht in erster Linie mit Studenten. Wir schlendern weiter, machen hier und dort einen kleinen Abstecher ans Ufer des Nidelva, um die berühmten alten Speicher auf der anderen Seite des Flusses ablichten zu können und überqueren die Bakke bru in Richtung Innenstadt.
Über die Munkegate gelangen wir zur Ravnkloa, der Fischhalle am Hafen von Trondheim. Zu unserer Überraschung befindet sich dort ein modernes Gebäude, in dem sich zahlreiche blitzblanke Stände befinden, an denen Fisch und Schalentiere verkauft werden. Einige der Verkäufer veranstalten Fischweitwurfwettbewerbe. Aus der alten Fischhalle ist eine Touristenattraktion geworden. Nicht dass die alte Fischhalle nicht auch von Touristen besucht wurde, aber das jetzige Gebäude ist eindeutig für Touristen gemacht worden. Ganz nett, aber nicht gerade authentisch.
Der Rückweg führt uns wieder zum Solsiden-Bezirk, zu dem wir über eine lange Fußgängerbrücke gelangen. Dann fahren wir wieder zurück nach Vikhammer.
Dort warten bereits die Kinder sehnsüchtig auf uns. Sie wollen unbedingt zum Strand. Also packen wir schnell alles zusammen und fahren das kurze Stück an den Fjord. Am felsigen Strand machen wir es uns mit gut gekühltem Bier in Klappstühlen gemütlich. Die Kinder trauen sich schon bald ins Wasser, und auch ich fasse mir ein Herz und begebe mich in die kühlen Fluten. Es ist wirklich nicht gerade kuschelig, aber wenn man erst mal drin ist, ist es durchaus angenehm.
Am späten Abend, wieder zurück im Haus, genießen wir einen phantastischen Sonnenuntergang vom Balkon aus.
Wieder schönes Wetter. Wir genießen den Tag zu Hause. Am Abend essen wir zusammen auf dem Balkon und erfreuen uns an einem weiteren schönen Sonnenuntergang über dem Trondheimsfjorden.
Heute heißt es Abschied nehmen, unser Hotel in Oslo ist bereits gebucht. Wie so oft schon, macht schlechtes Wetter den Abschied ein wenig leichter.
Statt wie sonst üblich einfach die E6 nach Süden zu nehmen, wollen wir dieses Mal den Rv 3, etwas östlich von der E6 nehmen. Diese Straße soll weniger Zeit in Anspruch nehmen, weil es weniger Orte zu durchqueren gibt und sie allgemein weiniger befahren ist als die E6.
Wir beschließen bei der Gelegenheit gleich noch einen Abstecher nach Røros, der alten Bergwerksstadt, zu machen. So folgen wir zunächst der E6 nach Osten und biegen bei Hell auf den Rv 705 ab. Die Straße führt durch eine schöne und abwechslungsreiche Landschaft, aber aus den gelegentlichen Schauern ist im Laufe der Zeit ein veritabler Dauerregen geworden. Bei Brekken wechseln wir auf den Rv 31 nach Røros. Dort angekommen entscheiden wir uns angesichts des Sauwetters gegen einen Spaziergang durch die Weltkulturerbestadt. Das holen wir ein andermal nach.
Wir fahren weiter auf dem Rv 31 bis wir bei Nedby auf den Rv 3 treffen, dem wir dann gen Süden folgen. Das Østerdalen, durch das wir fahren, besteht hauptsächlich aus Waldgebieten, nicht gerade hässlich, aber kein Vergleich zu den landschaftlich reizvollen Strecken der E6, z.B. das Dovrefjell. Wir kommen aber erwartungsgemäß gut voran. Bei Elverum kehren wir in einer großen Raststätte ein. Wir werden satt, aber ansonsten hat die Raststätte den Charme einer Bahnhofshalle und preiswert ist das Essen auch nicht gerade. Nun denn … Ein Stück südlich von Hamar trifft der Rv 3 auf die E6, der wir dann bis Oslo folgen.
Wir haben ein Zimmer in unserem Stammhotel, dem Norlandia Saga Hotell, reserviert. Dieses steuern wir zielstrebig an, checken ein und erstehen auch gleich noch einen »Oslo Pass« für morgen. Dann machen wir einen Spaziergang durch die Umgegend. Mittlerweile hat es zum Glück aufgehört zu regnen.
Bäckerin im Norsk Folkemuseum
Fütterung der Raubtiere
Tiger Bensin
Stabkirche
Fresko in der Stabkirche
Altes Gehöft
Idylle im Folkemuseum
Fjordpferd
Volkstanzgruppe
Alte Tankstelle
Aquavit von 1885
Straßenszene
Da unser Oslo Pass auch die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel umfasst, schwingen wir uns nach dem Frühstück in Tram und Bus und fahren auf die Museumsinsel Bygdøy. Unser Ziel ist das Norsk Folkemuseum, das wir zuletzt 2001 besichtigt hatten. Damals hatten wir allerdings viel zuwenig Zeit. Jetzt wollen wir alles nachholen, was wir vor vier Jahren verpasst haben.
Wir starten bei einer Stabkirche und arbeiten uns dann über historische Bauernhöfe, Straßenszenen und andere Gebäude aus den verschiedenen Fylker Norwegens sowie unterschiedlichen Epochen durch das weitläufige Gelände. Das Wetter ist uns dabei relativ hold, es ist heiter bis wolkig mit nur vereinzelten leichten Schauern. Neben den Gebäuden kann auch noch Menschen in historischen Kostümen bei ihren Tätigkeiten beobachten.
Um 13 Uhr findet dann die Fütterung der Tiere statt. Ein Termin, den Annika natürlich auf keinen Fall verpassen will. Und so strömen wir dann mit Horden anderer Eltern und Kinder zum Ausgangspunkt der Fütterungstour. Ein netter älterer Herr mit Schlapphut erklärt allerlei zu den Tieren und füttert nacheinander Hühner, Pferde, Schafe, Ziegen und Schweine, natürlich mit tatkräftiger Unterstützung der Kinder. Leider regnet es ausgerechnet bei dieser Fütterungsaktion, aber Spaß gemacht hat es den Kindern offensichtlich trotzdem.
Danach schauen wir uns noch interessante Ausstellungen zu den Themen »Alkohol in Norwegen« und »Das Leben von Ausländern im Oslo der 70er-Jahre« an.
Anschließend wollen wir unseren Oslo Pass noch ein wenig strapazieren und fahren zum Holmenkollen. Wir wollen den berühmten Sprungturm und das dazugehörige Museum besichtigen. Von der Metrohaltestelle aus sind es noch ein paar Minuten berauf zu gehen, dann sind wir da. Der Sprungturm selbst ist beeindruckend groß. Vom Gelände aus hat man einen schönen Blick über die Anlage und Oslo im Hintergrund.
Als nächstes schauen wir uns das Museum an. Es gibt allerlei historische aber auch zeitgenössische Skisprunganzüge und -ausrüstungen zu bewundern. Auf Schautafeln ist die Geschichte des Skispringens dargestellt.
Plakette am Skisprungmuseum
Annika und mich zieht es in Richtung Fahrstuhl, wir wollen die Spitze des Sprungturms erklimmen. Conni ist die Höhe nicht geheuer, sie wartet unten. Also besteigen Annika und ich den Lift, der uns in wenigen Sekunden einige ’zig Meter in die Höhe katapultiert. Oben angekommen, müssen wir noch eine elend lange Treppe bewältigen, bevor wir endlich ganz oben ankommen. Der Raum ist rundum verglast und bietet einen überwältigenden Blick auf Oslo und Umgebung. Als wir wieder unten sind habe ich zittrige Oberschenkel. Ich sollte mehr Sport treiben …
Wir schauen uns noch ein wenig um, dann geht’s zurück in die Innenstadt. Dummerweise haben wir gerade eine U-Bahn verpasst, und so müssen wir eine halbe Stunde auf die nächste Bahn warten. Tipp: wenn abends die Bahnen seltener fahren, vorher gucken, wann die Bahn fährt, um lange Wartezeiten zu vermeiden.
An unserem letzten Abend wollen wir noch einmal Essen gehen. Unsere Wahl fällt auf Pepe’s Pizza. Wir essen leckere Pizza (eine große Pizza reicht locker für uns drei) und gönnen uns Bier und Wein dazu. Lecker …
Heute heißt es Abschied nehmen. Bevor am Mittag unsere Fähre ablegt, gehen wir noch kurz auf die nahe beim Hotel gelegene Einkaufsstraße Bogstadsveien, um ein Geschenk zu besorgen. In einem Buchladen werden wir fündig. Dann müssen wir endgültig packen und zum Hjortneskaia fahren, wo die Color Fantasy bereits auf uns wartet.
Ein letzter Blick auf Oslo
Oslo verabschiedet uns mit gemischtem Wetter, teils wolkig, teils sonnig. Die Zeit auf der Color Fantasy vergeht, wie schon auf der Hinfahrt, wie im Flug. Wir shoppen, sehen uns die Kindershow an (die ist allerdings nicht gerade auf Zehnjährige zugeschnitten), Essen das leckere Buffet und schauen uns die Abendshow bei einem Cocktail an. Und das war’s dann. Drei Wochen spannender und entspannender Norwegenurlaub gehen zu Ende. Das Wetter hat es erstaunlich gut mit uns gemeint, wir haben viele neue Ecken entdeckt und Bekanntes neu gesehen, neue Freunde gewonnen und alte Freunde wiedergesehen. Am Ende ist klar, was eigentlich schon vorher feststand: wir kommen wieder, schon bald …
02.01.2010:
Godt nytt år - Frohes Neues...
27.12.2009:
Spende an "Save the Children"
24.12.2009:
God Jul - Frohe Weihnachten
03.11.2009:
Lofoten-Fotos online
30.08.2009:
Lofoten-Urlaub
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Weitere Bilder gibt’s hier.