Im Jahre 2001 verschlug es uns für eine Woche in die Telemark und nach Oslo. Hier ist unser Reisebericht:
(Hinweis: die kleinen, dick umrandeten Bilder sind Thumbnails. Wenn du draufklickst, kannst du dir die große Version ansehen.)
Unser Haus in Schweden
Nach zwei wunderschönen Ferienwochen in Schweden (Småland, Nähe Jönköping, fast nur Sonne, bis 28°C, »eigener« See) brechen wir gegen 8.00 Uhr Richtung Norwegen auf. Es ist (ausnahmsweise) grau, kalt und regnerisch. Ab Göteborg nehmen wir die E6 Richtung Norden, und je näher wir der Grenze kommen, umso schöner wird das Wetter. Kurz vor der Grenze gehen wir noch einmal einkaufen und tanken. Schweden ist tatsächlich deutlich günstiger als Norwegen, und so wundert es nicht, dass der Parkplatz voll von Autos mit norwegischen Kennzeichen ist.
Norwegen empfängt uns mit strahlendem Sonnenschein
Auf der Fähre nach Horten
Bei Svinesund empfängt uns Norwegen mit strahlendem Sonnenschein. Wir fahren weiter auf der E6 bis Moss, wo wir nach Horten übersetzen. Bislang wissen wir noch nicht genau, wo wir eigentlich hin wollen. Wir haben nicht im voraus geplant und wollen unser Ziel ein wenig vom Wetter abhängig machen, aber laut Dagbladet ist es überall in Südnorwegen gleich: ein Sonne-Wolken-Regen-Mix, was uns die Entscheidung nicht gerade erleichtert. Wir würden gern an die Sørlandskysten, aber an einem sonnigen Samstagnachmittag, wird es vermutlich schwierig, wenn nicht unmöglich, eine freie Hütte auf einem Campingplatz zu finden, zumal halb Norwegen an der Sørlandskysten Urlaub macht. Wir versuchen es also eher Richtung Nordwesten. Der RV35 führt uns zum See Eikeren, aber beide dort verzeichneten Campingplätze sind belegt. Wir treffen auf die E134, die wir Richtung Kongsberg weiterfahren. Dort waren wir im letzten Jahr schon mal, und so finden wir schnell die Touristinformation, wo uns der Tipp gegeben wird, es am RV37 bei Jondalen zu versuchen.
Es gab vielleicht Sprach- aber keine Verständigungsprobleme …
Tatsächlich bekommen wir dort eine Hütte, die allerdings klein ist, nur einen Raum und kein eigenes Bad hat. Der Platz ist schön, an einem Fluss gelegen, und zum Weitersuchen haben wir jetzt auch keine Lust mehr, so dass wir uns entschließen, für eine Nacht hier zubleiben. Unsere Tochter Annika (knapp sechs) belegt sofort das Trampolin und hüpft dort bis abends um zehn zusammen mit diversen norwegischen Kindern. Es gibt vielleicht Sprach- aber keine Verständigungsprobleme.
Wir erwachen bei strahlendem Sonnenschein und sind wild entschlossen, heute eine passende Hütte zu finden. Laut Campingführer sollen die Campingplätze rund um Seljord auch 4-Sterne-Hütten haben.
Blick von unserer Terrasse aufs Seljordvatnet
Gegen Mittag ergattern wir beim zweiten Campingplatz, dem Seljord Ferieland, eine Art Reihenhaus mit zwei Schlafzimmern, Küche und Bad. Ziemlich alt, aber sauber und mit fantastischem Blick auf das Seljordvatnet und die umgebenden Berge. Wir buchen für vier Tage, bis zum Donnerstag.
Den Rest des Tages verbringen wir auf der Terrasse, genießen die Sonne und den herrlichen Blick. Ein kurzer Abstecher nach Bø eröffnet uns, dass das dortige Sommarland noch teurer geworden ist. Eine dreiköpfige Familie wie wir muss 2 x 195 NOK + 1 x 165 NOK Eintritt zzgl. 25 NOK Parkplatzgebühren, also summa summarum 580 NOK (= ca. 73 €) für einen Tag Baden berappen. Ob wir das ausgeben wollen – vorausgesetzt das Wetter hält sich oder wird noch besser (sprich: wärmer) – wissen wir noch nicht.
Traditionelle Drachenköpfe am Telemarksvegen (RV41)
Am Morgen strahlt die Sonne wieder von einem blauen Himmel. Aber bevor wir zu unserer für heute geplanten Tour aufbrechen können, müssen wir erst mal einkaufen. Als wir dann endlich gegen 13 Uhr loskommen, trüben erste graue Wolken den bislang makellos blauen Himmel.
Auf dem Weg nach Dalen (RV38)
Wir folgen zunächst der E134 nach Westen und biegen dann auf den »Telemarkvegen«, den RV41, nach Süden ab. Nach Kviteseid passieren wir eine kleine und eine große Brücke über das Kviteseidvatnet, und von da an schwingt sich die Straße in Serpentinen nach oben um gleich danach wieder den Abstieg nach Eidstod einzuleiten, wo wir auf den RV38 abbiegen. Am Vråvatn, dem wir jetzt folgen, machen wir Bekanntschaft mit den ersten norwegischen Regentropfen. Wie eine Wand hängt die Regenfront auf der anderen Seite des Sees. Nach Krossli schwingen wir uns wieder in Serpentinen auf einige hundert Höhenmeter, und schon wenig später geht es hinab nach Dalen, wo wir auf den RV45 wechseln.
In Dalen, dem Endpunkt des Telemarkskanalen, machen wir kurz halt und schauen uns das Hotel Dalen an. 1894 komplett aus Holz erbaut, ist es in seinem Charakter erhalten geblieben und strahlt den Charme der "guten alten Zeit" aus. Die Zimmer haben zwar keinen modernen Komfort wie Fernseher oder Minibar, für eine Nacht in authentischem Ambiente muss man allerdings trotzdem 1320 NOK (= ca. 166 €) für ein etwas größeres Doppelzimmer hinblättern. Nach Abschluss der Hotelbesichtigung fängt es stärker an zu regnen, und wir entkommen dem Regen zunächst, indem wir dem RV45 (wieder in Serpentinen nach oben) bis Eidsborg folgen.
Schuppenstruktur der Wände der Stabkirche von Eidsborg
Dort gibt es eine schöne Stabkirche sowie das Vest-Telemark Museum mit historischen Gebäuden (ca. 14. bis 18. Jahrhundert) zu besichtigen. Wir stärken uns mit Waffeln und Kaffee und werden kurze Zeit später vom Regen eingeholt. Weiter geht es auf dem RV45, der dann bei Ofte wieder in die E134 mündet.
Die Olympische Flamme in Morgedal
Bei Morgedal, der Wiege des modernen Skisports, besuchen wir das dortige Skimuseum. Vor dem Museum brennt eine Olympische Flamme. Von hier aus startete am 27.11.1993 der Fackellauf durch ganz Norwegen, der dann am 12.02.1994 in Lillehammer zur Eröffnung der Olympischen Winterspiele endete.
Statue von Sondre Norheim, dem Erfinder des modernen Skisports
Das Museum ist Sondre Norheim, dem eigentlichen Erfinder des modernen Skisports, gewidmet. Neben klassischen Ausstellungsräumen, wie z.B. einer Skiwerkstatt und einer Skiwachsproduktion, gibt es auch Multimediapräsentationen und ein Video zum Fackellauf zu sehen. Auch für uns Nichtskiläufer aus der norddeutschen Tiefebene durchaus interessant. Als wir das Museum verlassen, strahlt die Sonne wieder als wäre nichts gewesen. Es hat sich allerdings stark abgekühlt und auf dem Rückweg zu unserem Campingplatz sinkt die Temperatur zeitweise auf 11°C. "Zu Hause" sind es dann wieder 15°C und wir nehmen unser Abendbrot leicht bibbernd auf dem Balkon ein.
Wir wachen erst gegen 9.30 Uhr auf und frühstücken auf unserem Balkon in strahlendem Sonnenschein. Da uns die Gegend um den Gaustatoppen im letzten Jahr so gut gefallen hatte, beschließen wir, ihr erneut einen Besuch abzustatten. Dieses mal packen wir aber die Wanderstiefel ein. Gegen 12 Uhr kommen wir endlich los. Bei Sauland biegen wir von der E134 ab in Richtung Tuddal und Rjukan. Diese Strecke hatte uns bereits im letzten Urlaub beeindruckt und außerdem ist sie die kürzeste. Nach Tuddal schwingt sich die Straße auf bis über die Baumgrenze.
Schafe auf dem Weg zum Gaustatoppen
Endlich Schnee!
Einige Schafe sorgen für einen kurzen Stopp, bevor wir am Parkplatz für den Aufstieg zum Gaustatoppen anhalten. Wir haben uns gar nicht speziell für den Gaustatoppen selbst interessiert, aber jetzt wollen wir es doch einmal versuchen. Wir machen uns keine Illusionen als wir gegen 13.40 Uhr loswandern, ganz bis zum Gaustatoppen werden wir wohl nicht kommen, insbesondere nicht mit einen knapp sechsjährigen Kind. Der Aufstieg beginnt recht leicht, es geht über saftige Wiesen, die mit Felsbrocken übersät sind.
Schafe kurz vor der Vegetationsgrenze nahe des Gaustatoppen
Ausblick vom Wanderweg zum Gaustatoppen
Fantastische Farben beim Abstieg vom Gaustatoppen
Einsame Hütten an einem Bergsee in der Nähe des Gaustatoppen
Langsam wird es immer felsiger und wir wundern uns über die Schafe, die hier oben noch weiden. Dann gibt es keinerlei Vegetation mehr, außer den Flechten auf den Felsen. Annika freut sich, als endlich ein Schneefeld in erreichbare Nähe kommt. Nach ca. 2¼ Stunden sind wir bei einem Grab angekommen. Ein litauischer Maler ist hier gestorben, und man hat ihm zu Ehren ein Kreuz aufgestellt. Wenige Meter weiter sind wir auf einem Bergrücken angelangt.
Das werden wir wohl nicht mehr schaffen …
Die Aussicht bei strahlendem Sonnenschein ist fantastisch. Man kann die halbe Telemark überblicken und sieht die Ausläufer der Hardangervidda. Laut Aussage von absteigenden Wanderern haben wir jetzt gerade mal gut die Hälfte der Strecke zum Gaustatoppen geschafft. Wir beschließen umzukehren, da die Strecke steiler und felsiger/steiniger wird und Annika über Schmerzen an der rechten Ferse klagt – eine Blase. Für den Rückweg brauchen wir nur 1¼ Stunden.
Zurück fahren wir über Rjukan, wo wir kurz einkaufen und uns ein Eis zur Belohnung gönnen. Anschließend folgen wir dem RV37 Richtung Åmot. Auch dieser Weg ist sehr empfehlenswert. Wir durchqueren verschiedene Landschaften, inklusive einem Ausläufer der Hardangervidda. Ab Åmot geht es auf der E134 wieder Richtung Seljord. Daheim angekommen genießen wir Rømmegrøt auf unserer Terrasse im letzten Sonnenschein.
Heute wachen wir bei bedecktem Himmel auf. Wir frühstücken wieder spät und machen uns gegen 12 Uhr zu unserer heutigen Rundtour auf. Wie schon am Montag folgen wir dem RV41, biegen jedoch nicht bei Eidstod ab, sondern fahren südlich durch das Nissedal. Es fängt an zu regnen, und es wird den ganzen Tag nicht aufhören. Kein Vergleich zum gestrigen Sonnentag. Das Nissedal enttäuscht uns ein wenig. Es ist nicht etwa hässlich oder so, nur ein wenig langweilig vielleicht, nichts Spektakuläres jedenfalls. Woanders würde man dieses Tal wahrscheinlich supertoll finden, aber von Norwegen sind wir andere Kaliber gewohnt. Vielleicht sind wir auch etwas verwöhnt, zu viel Schönheit stumpft ab. In Tveitsund biegen wir auf den RV358 ab und treffen kurz vor Drangedal auf den RV38. In Drangedal biegen wir auf eine kleine Nebenstraße nach Lunde ab. Die Straße mit dem 3,5 km Schotterstück kennen wir schon aus dem letzten Jahr. Von Lunde geht es weiter auf dem RV359 nach Bø, wo wir einkaufen und dann auf dem RV36 wieder nach Seljord fahren. Außer Spesen nichts gewesen? Doch, doch, einige nette Gegenden haben wir schon durchfahren, aber wir haben schon spannendere Tage in Norwegen erlebt.
Unsere Tage in der Telemark gehen zuende. Heute wollen wir nach Oslo fahren, um noch einen Tag Großstadtluft zu schnuppern, bevor wir wieder nach Hause müssen. Also wird nach dem Frühstück alles wieder eingepackt und gegen 12 Uhr düsen wir bei einem Sonne-Wolken-Mix los. Wir folgen der E134 über Notodden und Kongsberg nach Drammen. Dort erleben wir unseren ersten und einzigen Stau in drei Wochen Skandinavien. Halb Drammen scheint eine Baustelle zu sein. Wir biegen auf die E18 ab, Richtung Oslo.
Bevor wir in die Großstadt mit all ihren Parkplatzproblemen ankommen, wollen wir noch kurz etwas essen. In Ermangelung eines Rastplatzes fahren wir einfach mal in Sandvika ab, und siehe da, wir treffen auf einen Badeplatz mit einem großen gebührenfreien Parkplatz sowie Tischen und Bänken direkt am Wasser, perfekt. Den Platz buchen wir unter Geheimtipp ab. Nach der Stärkung geht es direkt in die Innenstadt.
In der »Turistinformasjonen på Vestbanen« zwischen dem Einkaufszentrum Akerbrygge und dem Rathaus ziehen wir eine Wartenummer der Kategorie Accomodation. Während wir warten überlegen wir, ob es sich wohl lohnt, die »Oslo Kortet« zu kaufen. 24 Stunden öffentliche Verkehrsmittel umsonst, freier Eintritt in praktisch alle Museen und vieles, vieles mehr für 395 NOK = ca. 50 € (Familienkarte, 2 Erwachsene und max. zwei Kinder) überzeugen uns letztendlich. Als wir endlich drankommen empfiehlt uns der freundliche Angestellte das Hotel Saga. Es liegt etwas nordwestlich vom Schloss, gute Gegend, recht zentral, kostenloses Parken, nicht allzu teuer (DZ 690 NOK + Zusatzbett 175 NOK + Vermittlungsgebühr 30 NOK = 895 NOK = ca. 113 €), wir schlagen zu. Das Hotel gefällt durch viele kleine Details. Es ist nicht wirklich luxuriös, aber Dinge wie Obst und Kaffee, die jederzeit kostenlos zur Verfügung stehen, Waffeln, die man sich bis spät abends noch selbst backen kann, machen das Hotel einfach sympathisch.
Den Rest des Tages verbringen wir mit einem obligatorischen Spaziergang auf der Karl Johans gate.
Heute wollen wir unsere »Oslo Kortet« mal so richtig ausnutzen. Kultur ist angesagt. Das Wetter ist schön (heiter bis wolkig) und so machen wir uns auf den Weg nach Bygdøy, Oslos Museumsinsel. Da die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Preis der Oslo-Kortet inbegriffen ist, lassen wir den Wagen auf dem Hotelparkplatz stehen und nehmen zunächst die Trikk, Linie 19, in die Innenstadt und dann den Bus Nr. 30 nach Bygdøy bis direkt vors Wikingermuseum Vikingskipshuset. Hier soll unsere Museumstour beginnen. Wir sind nicht das erste Mal in diesen Museen, aber unsere Tochter ist jetzt fast sechs, und da könnte es auch für sie schon ein wenig interessant sein, zu sehen wie Menschen früher so gelebt haben, und was sie erlebt und geleistet haben.
Im Vikingskipshuset sind – wie der Name schon sagt – Wikingerschiffe ausgestellt. Einige sind erstaunlich gut erhalten. Gebrauchsgegenstände und Schmuckstücke, die auf/in/bei den Schiffen gefunden wurden, geben einen Eindruck davon, wie die alten Raubeine früher gelebt haben.
Zu Fuß machen wir uns zum nächsten Museum auf. Jetzt ist das Kon-Tiki-Museum dran. Hier sind die Schiffe Kon Tiki und Ra II ausgestellt, und es gibt viel zu erfahren über Thor Heyerdahl, sein Leben und seine zahlreichen Expeditionen. Sehr interessant.
Maske auf dem Segel der Kon Tiki
Während einer kurzen Pause sitzen wir auf einer Bank und blicken auf den Oslofjord. Immer wieder dröhnen riesige Rennboote über das Wasser. Wir sollen sie später noch einmal wiedersehen.
Das Fram-Museum liegt gleich nebenan. In dem hohen Gebäude befindet sich das original Polarschiff Fram, mit dem beispielsweise Roald Amundsen seine Touren, unter anderem durch das Packeis des Nordpolarmeeres, gemacht hat. Auf zahlreichen Schautafeln erfährt man allerlei interessante Fakten über den Bau des Schiffes, die Reisen, die damit unternommen wurden, die Erkenntnisse, die dabei gewonnen wurden usw. usf. Alle Beschreibungen sind mehrsprachig. Der Höhepunkt ist natürlich die Besichtigung des Schiffes. Beeindruckend ist nicht nur die Fram selbst, sondern auch die Bedingungen, unter denen die Männer reisten. Unbedingt sehenswert!
Direkt gegenüber liegt das Norsk Sjøfartsmuseum, also das Norwegische Seefahrtsmuseum. Neben zahlreichen Schiffmodellen aller Art und aus allen Epochen gibt es gerade eine Sonderausstellung zu einem dänisch/norwegischen Seefahrer aus dem 17. Jahrhundert (oder war es das 16.?). Vielleicht sind wir schon etwas museumsmüde, aber irgendwie reißt uns dieses Museum nicht so recht vom Hocker, und wir verlassen es wieder, um mit dem Bus (Nr. 30b) zu unserer letzten Station, dem Norsk Folkemuseum aufzubrechen.
Alte Tankstelle im Norsk Folkemuseum
Das Norsk Folkemuseum ist ein Freiluftmuseum, in dem zahlreiche Gebäude aus verschiedenen Epochen und Gegenden Norwegens aufgebaut sind. Zunächst besichtigen wir eine Gruppe von Häusern aus Oslo. Man bekommt einen sehr guten Eindruck davon, wie sich das Leben vor ca. ein- bis zweihundert Jahren dort abgespielt hat. Alte Tankstellen und Kolonialwarenläden unterstreichen diesen Eindruck. In einigen Häusern befinden sich Darsteller in der Kleidung der damaligen Zeit, die zeitgenössische Techniken und Fertigkeiten vorführen.
Schnitzerei an einem Haus aus der Telemark im Norsk Folkemuseum
Leider ist die Zeit schon recht weit fortgeschritten, so dass wir den Rest des Museums mit teilweise sehr alten (z.B. 13. Jahrhundert) und einfachen aber auch moderneren reich verzierten Gebäuden aus den verschiedensten Ecken Norwegens schneller durcheilen müssen als uns lieb ist. Auch die gerade stattfindende Nobel-Ausstellung müssen wir sausen lassen. Wir werden bestimmt noch einmal wiederkommen.
Ein interessanter, aber auch anstrengender Tag geht zu Ende. Natürlich sollte man die Museen nicht alle an einem Tag abhaken, so wie es heute getan haben. In jedem einzelnen könnte man einen ganzen Tag verbringen. Aber einerseits waren wir in einigen Museen schon vorher einmal gewesen, und andererseits ist es für ein knapp sechsjähriges Kind kaum zumutbar sich stundenlang auf ein Thema zu konzentrieren.
Wir fahren zurück zu unserem Auto und mit selbigem wieder in die Stadt. Kaum sitzen wir im Auto fängt es an zu regnen. Als wir gerade einen Parkplatz gefunden haben und noch ein paar Kronen unter die Leute bringen wollen, bricht ein sintflutartiger Regen los. Ans Aussteigen ist nicht zu denken. Kurze Zeit später kommt auch noch ein Gewitter hinzu und es fängt dermaßen an zu hageln, dass wir schon langsam Angst um unseren schönen Metalliclack bekommen ;-). Als es weniger wird machen wir uns auf in Richtung Color-Line-Terminal. Viele Straßen sind überschwemmt, teilweise sind die Ampeln ausgefallen und plötzlich finden wir uns in einem Konvoi aus Sattelschleppern wieder, die auch in Richtung Hafen fahren. Auf den Sattelschleppern befinden sich die Rennboote, die vorhin noch über den Oslofjord gedüst waren. Riesige Dinger, die ein Vermögen gekostet haben müssen. Das illustrieren auch die »Begleitfahrzeuge«, die sich allesamt aus Nobelmarken wie Ferrari und Maserati rekrutieren.
Tja, das war’s dann. Gegen halb acht verlässt unsere Fähre den Hafen von Oslo mit Kurs auf Hirtshals, Dänemark. Ein sehr schöner, aber leider viel zu kurzer Norwegenurlaub geht zu Ende. Wir kommen wieder …
02.01.2010:
Godt nytt år - Frohes Neues...
27.12.2009:
Spende an "Save the Children"
24.12.2009:
God Jul - Frohe Weihnachten
03.11.2009:
Lofoten-Fotos online
30.08.2009:
Lofoten-Urlaub