Christel und Fritjof sind im Juni 2002 mit einem Wohnmobil quer durch Norwegen bis auf die Lofoten und zurück gefahren. Ihren ausführlichen und reich bebilderten Bericht haben sie mit vielen nützlichen Tipps garniert. Außerdem gibt es eine Streckenübersicht sowie eine Literaturliste. Bilder im Großformat gibt es in unserer Fotogalerie.
Bei Fragen und Anmerkungen kannst du dich gern an Fritjof, den Autor dieses Reiseberichts, wenden.
Nach unserer ersten Reise nach Norwegen im Jahr 1998 (25 Tage mit dem Wohnmobil durch Süd- und Fjord-Norwegen gefahren) stand für uns fest:
Wir waren bestimmt nicht zum letzten Mal in Norwegen. Schon damals reifte der Plan, auch den Norden Norwegens, speziell die Lofoten zu erkunden. Während der Vorbereitungen auf diese Reise wurde uns mehr und mehr klar, dass wir einen sehr weiten Weg vor uns haben, wir aber sehr wahrscheinlich durch einzigartige Landschaft belohnt werden. Wieder haben wir uns entschlossen, mit dem Wohnmobil zu fahren, da diese Art des Reisens ein hohes Maß an Flexibilität bietet; man kann jederzeit die Route »neu« planen, Ort und Zeit für die nächste Rast oder Übernachtung frei bestimmen. So haben wir uns – ausgerüstet mit den neuesten Ausgaben der »Cappelen Card« und drei Reiseführern – auf den Weg nach Norden gemacht.
Wer zunächst nur unsere Route nachvollziehen möchte, lese bitte zuerst »Fahrt nach/durch Norwegen im Juni 2002«. Dort sind die wichtigsten Stationen, Straßen, Autobahnen beschrieben. Zusätzlich enthält diese Routenbeschreibung Kilometerangaben zu den Längen der Tagesetappen und der Gesamtstrecke.
Bevor es nun auf die erste Etappe geht, noch einige Angaben zu unserem Wohnmobil:
| Modell: | EURAMOBIL 585 Sport LS |
| Basisfahrzeug: | Fiat Ducato 2,5 tdi |
| Länge: | 5,99 m (Wichtig! In Skandinavien werden Fährpreise nach der Länge des Fahrzeugs berechnet; in den meisten Fällen gilt ein Fahrzeug unter 6 m als PKW) |
| Höhe: | 3,08 m |
| Breite: | 2,15 m (über alles, inkl. Außenspiegel) |
| Schlafplätze: | 5 Personen (2 im Alkoven, 2 durch Umbau der Sitzgruppe mit Tisch, 1 Extrabank) |
| Kraftstoff: | Diesel |
| Verbrauch: | ca. 12 l/100 km (bei »schonender« Fahrweise auch weniger) |
Morgens um 9.30 Uhr starten wir in Reinbek und erreichen gegen 11.30 Uhr Puttgarden. Die Fähre (46 €) legt um 11.50 Uhr ab und die Überfahrt dauert 45 min. Nach einer kurzen Mittagspause fahren wir weiter und »umrunden« ca. um 15.00 Uhr Kopenhagen. Wir nähern uns dem ersten Höhepunkt der Reise, der Öresund-Brücke. Die Fahrt über die Brücke dauert ca. 20 min. und bietet einen tollen Blick über den Sund. Auf der schwedischen Seite muss man dann die Maut entrichten (220 DKr). An der Mautstation fragen wir, ob es einen Aussichtspunkt gibt, von dem man die Brücke gut sehen kann und erhalten daraufhin folgende Wegbeschreibung (wir haben den Weg auf Anhieb gefunden):
Nach der Mautstation die 1. Ausfahrt (Linhamn) nehmen, Richtung Linhamn fahren, im Kreisverkehr nach Bunkeflorstrand, dann an der Kirche bzw. am Supermarkt rechts, ganz durch den Ort, unter der E 20 hindurch und am Hinweisschild »Utsiksvegen« nach links abbiegen. Die Straße führt direkt zu einem Parkplatz und einem Cafe. Von dort hat man einen grandiosen Blick auf die Brücke in ihrer gesamten Länge.
Nach dem ausgiebigen »Fototermin« machen wir uns auf, zurück zur E 20, und rollen gemächlich gen Norden. So gegen 20.00 Uhr steuern wir einen Campingplatz (Apelvikens Camping/Varberg) an und beenden unsere erste Etappe.
Der zweite Tag unserer Reise verläuft unspektakulär. Start wieder so gegen 9.30 Uhr, ca. 14.00 Uhr über die Grenze, um 15.30 Uhr schon Oslo hinter uns gelassen, weiter »Strecke gemacht«. Bis in den Abend hinein gefahren. Ungefähr die Hälfte der Anfahrt zu den Lofoten ist geschafft. Auf dem Campingplatz »Otta Touristsenter« übernachtet.
Auch am dritten Tag gibt es keine Besonderheiten außer einer Brillenreparatur (es war gar nicht so leicht, einen Optiker zu finden, aber in Melhus hatten wir Glück) und unserem ersten Einkauf (Nora Syltetøy Jordbær gekauft; ich mag sonst nicht so gern Marmelade, aber diese um so lieber). Übernachtet in »Mosjøen Camping«.
Heute sind wir relativ früh aufgewacht und fahren schon vor 9.00 Uhr los. Über das Korgfjellet kommen wir immer weiter nach Norden. Die Landschaft wird jetzt karger und die »Schneereste« am Straßenrand und auf den umliegenden Wiesen nehmen zu. Man merkt, dass man sich dem Polarkreis nähert. Bevor wir allerdings den Polarkreis überqueren (siehe dort), wollen wir noch einen Abstecher zum Gletscher Svartisen machen (dort wird eine Bootsfahrt über den Gletschersee und eine Gletscherwanderung angeboten), doch
»Sch…, erst ab 20. Juni geöffnet; 40 km Schotterpiste umsonst gefahren« (Originalton Christels Tagebuch); denn dieser Hinweis stand nicht etwa an der E 6 (an der Kreuzung, an der man abbiegt), sondern kurz vor dem Anleger am Gletschersee. Zurückgekehrt zur E 6 fahren wir also weiter gen Norden und erreichen bald das Polarkreiszentrum.
Nun ist es an der Zeit, mal ein Wort über das Wetter zu verlieren. Seit wir unterwegs sind, hatten wir nur sonnige Tage und Temperaturen so um die 20 bis 25°C. Selbst hier im hohen Norden (auf dem 66. Breitengrad und eigentlich von den warmen und sonnigen Regionen Europas weit entfernt) laufen wir bei strahlendem Sonneschein in kurzer Hose und T-Shirt umher, weil es sooooo warm ist.
Wir machen einen ausführlichen Foto- und Video-Stopp, einen Rundgang durch das Polarkreiszentrum und überqueren dann den Polarkreis um 15.18 Uhr (MESZ).
Aufgrund des Umwegs zum Svartisen, des langen Stopps am Polarkreis und eines weiteren Halts (zum Filmen und Fotografieren) fahren wir heute nur 386 km und übernachten in Mørsvikbotn (Mørsvikbotn Camping).
02.01.2010:
Godt nytt år - Frohes Neues...
27.12.2009:
Spende an "Save the Children"
24.12.2009:
God Jul - Frohe Weihnachten
03.11.2009:
Lofoten-Fotos online
30.08.2009:
Lofoten-Urlaub
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