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Im Umkehrschluss (s. Englisch singende Bands) haben norwegisch singende Bands international praktisch keine Erfolgsaussichten. Umso erstaunlicher ist daher die vielseitige Musikszene, die sich in Norwegen entwickelt hat. Viel Geld gibt’s da nicht zu verdienen. Eine goldene Schallplatte erhält man in Norwegen schon für 25000 verkaufte CDs. Solche Auflagen werden hierzulande fast noch im Selbstverlag vertrieben.
Welche Band kann schon von sich behaupten, dass ein weithin sichtbares Gebäude nach ihr benannt wurde. Postgirobygget (deutsch »Das Postgirogebäude«) tut das jedenfalls. Böse Zungen behaupten allerdings, es sei anders herum gewesen. Aber welche Band würde sich schon ernsthaft nach einem hässlichen Büroklotz mitten in Oslo benennen?
Postgirobygget spielen eine sehr vielseitige Mischung von lockeren Popsongs über traurige Balladen bis zu angegrungetem Rock. Die Texte reichen von poetischen Liebesschwüren bis zu satirischer manchmal auch zynischer Gesellschaftskritik.
DER Sommerhit 1997 in Norwegen kam von Postgirobygget. »En Solskinnsdag« ist eine sehr relaxte Nummer mit witzigem Text und passte perfekt zu diesem auch in Norwegen sehr heißen Sommer. Die Kritiker waren begeistert und das erste Album »Melis« wurde dann auch ein Megaseller (für norwegische Verhältnisse, s.o.). Die zweite CD »Essensuell« stand dem Erstlingserfolg kaum nach. Die dritte Platte »Supertanker« wurde von den Kritikern weniger freundlich aufgenommen, enthält aber immer noch eine bunte Mischung melodischer Rockpop-Songs, nur vielleicht etwas seichter als bei den Vorgängern.
Laut Plattenfirma
ist die Band gerade dabei, ein neues Album zu produzieren, und so war die offizielle Homepage von Postgirobygget mal wieder offline (auch bei der Produktion des letzten Albums »Supertanker« wurde die Homepage vom Netz genommen, keine Ahnung warum). Jetzt ist sie wieder online, und du findest sie hier
. Auch die größte Fansite
befindet sich gerade im Umbau. Eine der zahlreichen anderen Fanpages gibt es z.B. hier
.
In Norwegen gibt es zahlreiche Dialekte, die allesamt sorgsam gehegt und gepflegt werden (mehr dazu unter »Norwegisch?«). Einer der fiesesten ist Trøndersk aus der Gegend um Trondheim, und genau in diesem Dialekt singt D.D.E. (= det det er = das ist es), in etwa vergleichbar mit BAP (ohne Textbeilage versteht der Nichtkölner kaum etwas).
Abgesehen von den potenziellen Verständnisschwierigkeiten (falls du eh kein Norwegisch kannst, wird dich der Dialekt auch nicht weiter stören), haben D.D.E. ein umfangreiches Repertoire, das von Stimmungsrock bis zu sanften Balladen reicht. D.D.E. existieren schon seit geraumer Zeit (ca. Anfang der 90er), so dass es bereits eine live »Best of«-Scheibe gibt, die sich als Einstiegsdroge eignet.
Auch D.D.E. haben natürlich ihre eigene Homepage
und es gibt die eine oder andere Fansite, z.B. diese
.
Eine Möglichkeit Norwegische Musik zu hören ist das Internetradio. Zum Anhören benötigst du den RealAudio-Player und/oder den Windows Mediaplayer. Die Qualität ist mittlerweile recht ansprechend. Eine Liste mit Links zu Norwegischen Radiosendern findest du hier
.
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Für die große Version einfach auf das Bild klicken.
Weitere Bilder gibt’s hier.